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Gruppen und Kreise in Mössingen
Die Mössinger Kantorei
Die Mössinger Kantorei ist der gemischte Chor der Kirchengemeinde, der sich vorwiegend geistlicher Musik aus Geschichte und Gegenwart verschrieben hat. Wir proben immer donnerstags im Gemeindehaus Mittelgasse in entspannter (und doch zielorientierter) Manier. Etwa einmal im Jahr widmen wir uns größeren Konzerten mit Orchester und Solisten und singen etwa 6-10 Mal im Jahr in den Gottesdiensten der drei Mössinger Kirchen. Darüber hinaus sind wir immer wieder im Kirchenbezirk unterwegs, zum Beispiel in den Kantatenzyklen der Tübinger Stiftskirche oder in Gemeinschaftsprojekten mit anderen Chören.
Wir freuen uns über Mitstreiter, die gerne bei uns mitsingen wollen. Wir begreifen uns als überkonfessionelle Gemeinschaft und haben für jeden eine offene Tür! Ein Einstieg in die Probenarbeit ist generell jederzeit möglich! Bitte nehmen Sie Kontakt mit Bezirkskantor Nikolai Ott auf.
Proben:
Donnerstags, 20:00 bis 22:00 Uhr im Gemeindehaus Mittelgasse
Die Leitung hat Bezirkskantor Nikolai Ott
Vom Singverein zur Kantorei
Die Chortradition in der Kirchengemeinde Mössingen geht bis ins Jahr 1840 zurück, als Vikar Müller einen kirchlichen Singverein gründete, in dem zunächst nur Männer gesungen haben. Ab 1920 wurde der Chor auch für Frauen geöffnet und es gab bis zum Zweiten Weltkrieg ein reiches, musikalisches Leben. Von 1936 bis 1947 gab es keine Chorarbeit mehr, bis Kirchenmusikdirekor Kiefner aus Tübingen eine Singwoche in Mössingen ausrichtete, die die Initialzündung des neuen Singkreises werden sollte. Der erste Leiter des Singkreises war Martin Ehmann, der auch den Posaunenchor geleitet hat und die Chorproben mit dem Flügelhorn und später mit der Blockflöte gestaltete. um 1950 waren schon 50 Sängerinnen und Sänger regelmäßig in den Chorproben. 1956 übernahm Friedrich Herter die Leitung des Singkreises, dieser Posten war nach wie vor ehrenamtlich besetzt.
Günther Attinger war der erste ausgebildete Musiker am Pult des Singkreises, der den Chor allerdings nur bis 1967 ein Jahr lang geleitet hat. Bevor Siegfried Busch den Chor über zehn Jahre leitete, gab es eine kurze Interimszeit unter der Leitung Hanns-Friedrich Kunz'. Mit Siegfried Busch erarbeitete der Chor zunehmend oratorische Literatur, darunter Strawinkys Messe und Bachs Johannespassion und sein Weihnachtsoratorium.
Bevor der erste hauptamtliche Bezirkskantor nach Mössingen kam, teilten sich Pfarrer Hans-Martin Kapp und Diethelm Walter die Probenarbeit. Thomas Schäfer-Winter war von 1980 bis 1982 der erste studierte Kirchenmusiker auf der neu geschaffenen Stelle des Bezirkskantors tätig, auf den 1982 bereits der Nächste folgte.
Mit Günther Löw begann eine musikalische Ära in Mössingen, die den Evangelischen Singkreis zur Mössinger Kantorei transformierte. Unter Löws Leitung brachte die Kantorei zahlreiche Werke zur Aufführung, darunter Händels "Messias", Mozarts "Requiem", Bachs "Weihnachtsoratorium" und viele Werke der Moderne, darunter Janaceks "Vater unser", Paul-Ernst Ruppels "Crucifixion" und Werke aus der Feder des Bezirkskantors. Mit der Aufführung des "Messias" verabschiedete Günther Löw sich im Oktober 2018, worauf Ferdinand Ehni die Vakanz überbrückte, bis Nikolai Ott die Stelle des Bezirkskantors im Oktober 2019 angetreten hat.